Wow, wie romantisch. Ich steh ja nicht gerade auf deutsche Filmproduktionen. Gestern Abend hab ich mir dennoch „Barfuss“ mit Til Schweiger und Johanna Wokalek angesehen. Sehr schöner Film!
„Bleibst Du jetzt bei mir?“
„Ja.“
„Für immer?“
„Für immer.“
Wer wünscht sich nicht, diese Antwort mal mit Sicherheit geben zu können?
… mit Sicherheit…
Bestand! Ein Wort mit vielen Bedeutungen. Was ich hier meine, ist aber nicht das Vorhandensein von Gegenständen, Geld, Wissen, oder das Bestehen einer Prüfung. Ich meine das Beständige, das Dauerhafte, das Bewährte und auch die Bestimmung.
Ich hab das schon oft erlebt. Man ist wirklich verliebt und meint jemanden gefunden zu haben, mit dem man sein Leben verbringen möchte. Auch wenn es mit mitte zwanzig wohl reichlich früh ist, sich darauf festzulegen, ist der Wunsch schon einige Male da gewesen. Wie oft habe ich schon Geschichten von alten Ehepaaren gehört, die mit zwanzig geheiratet haben und seit dem, abgesehen von einigen Tiefs, die wohl jede Beziehung mit sich bringt, glücklich verheiratet sind. Was ist heutzutage bloß los? Manchmal hab ich das Gefühl, dass es solch romantische Geschichten nicht mehr gibt. Hat sich die Zeit verändert? Blöde Frage, gerade die Zeit wird nie etwas Beständiges sein. Die Menschen? Die Umwelt? Die Gesellschaft? Alles ist schnelllebiger geworden. Und auch ich, als junger Spunt, habe das Gefühl das die Zeit immer schneller vergeht. Leider weiß man das Hier und Jetzt meist garnicht richtig zu schätzen. Viel zu oft leben wir in der Vergangenheit. Wie oft hört man den Satz „Das waren noch Zeiten!“. Erst gestern habe ich mich selber dabei ertappt ihn gesagt zu haben. Aber was war damals anders? War es besser, weil wir noch in die Schule gingen und nicht studierten? War es besser, weil wir jünger waren und unbekümmerter durch’s Leben gegangen sind? Ich bin der Meinung, es war garnicht besser. Zumindest nicht aus der damaligen Sicht. Aus der heutigen schon! Weil man sich immer gern an schöne Momente erinnert und die Schlechten nur zu gern vergisst. Wenn sich alles verändert und alles „schlechter“ wird, schließlich ist es ja anscheinend nicht mehr so schön wie früher, frage ich mich, was hat heute noch Bestand? (mehr…)
Letzten Samstag war ich mit meiner kleinen Schwester beim Good Charlotte Konzert im berliner Columbia Club. Auf dem Hinweg sagte sie, sie sei gespannt, was dort für Leute zu erwarten sind. Leider hat sich ihre Befürchtung, dass dort überwiegend Teeniemädels herumrennen, bewahrheitet. Wenn man so einem dreizehnjährigen Madel beim Herumhüpfen versehentlich auf die Füße tritt (Hallo! Es ist und bleibt ein Rockkonzert!), dann ist das Gezeter riesen groß. Also immmer langsam mit den Pferden. Eines können sie allerdings: Kreischen! Und das auch berechtigt, denn Good Charlotte waren wirklich gut. Musikalisch war das eine super Show. Nur leider scheint es in letzter Zeit Mode zu sein, nur circa eine Stunde zu spielen. Und dass auch Good Charlotte keine Zugabe gegeben haben, hat mich sehr enttäuschend an das Arctic Monkeys Konzert erinnert. Wenigstens hat die Band nach der Show ihre Utensilien in die Menge geschmissen. Der Drumer war als letztes dran. Als er seinen ersten Stick, von der Bühne aus, nach links schleuderte, hatte ich die Hoffnung, dass er den zweiten nach rechts schmeißen würde. Das tat er dann auch. Der Stick flog in meine Richtung.
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Was sehen meine Augen denn da am Straßenrand?

Das nenn ich doch mal ein gewagtes Motto!